01.10.2015 Rock at Sage feat. TRIVIUM Release Party

Trivium – Silence In The Snow

Trivium-SILENCE-IN-THE-SNOW
Release: 02.10.2015

Goodies um 0 Uhr am Drgonfloor DJ-Pult!!

Inspiration ist ein ständiger Kreislauf: Wenn die neue Generation das Handwerk und die alten Traditionenihrer Vorväter erlernt hat, kann sie sich mit diesem Wissen weiter entwickelnund sich neue Ziele setzen. Allerdings geschieht dies nicht über Nacht. Zeit,Geduld und scheinbar endlos harte Arbeit sind die unabdingbaren Voraussetzungenfür diesen Fortschritt – erst Recht in der Musik. Trivium – Matt Heafy (Vocals,Gitarre), Corey Beaulieu (Gitarre) und Paolo Gregoletto (Bass) – fingen bereitsim Jahre 2007 an, einen Plan dafür zu entwerfen, was heute ihr brandneues Albumnamens „Silence In The Snow“ darstellt. Acht Jahre lang hat man sichkontinuierlich weiterentwickelt, seine Talente perfektioniert und das Wissengesammelt, das 2015 in ihren neuen Longplayer geflossen ist.

Der Ursprung des Albumtitelslässt sich auf das Jahr 2007 zurück datieren, als Trivium die Kollegen vonHeaven & Hell auf einer Japan-Tour supporteten – der erste Schritt aufihrer Reise. „Als wir sie live sahen, wurde mir einiges bewusst. Ganz besondersbeim Song `Heaven & Hell`“, erinnert sich Matt. „Ich hatte noch nie eineBand gehört, die den Metal so gut wie sie auf den Punkt brachte. Danach schriebich den Song `Silence In The Snow`. Wir mochten ihn sehr, doch passte er nichtzu der Musik, die wir damals machten. Wahrscheinlich waren wir einfach nochnicht bereit. Damals warf unser Schicksal schon seine Schatten voraus;letztendlich sind wir in diesen Song hineingewachsen. Er erforderte wirklicheine immense musikalische Weiterentwicklung – doch heute sind wir bereit!“

„Jedes Mal, wenn wir bisher eineneue Platte aufnahmen, kramte irgendeiner von uns `Silence In The Snow` wiederraus“, fährt Paolo fort. „Wir hatten ihn immer im Hinterkopf, nur war die Zeitnoch nicht reif. Er entstand aus dem Moment heraus, eine klassische Metalbandzu beobachten, die aber so modern und aktuell klang und so leidenschaftlichwar. Es hat zu dem gepasst, wohin wir uns heute entwickeln. Wir haben den Songalso noch mal aufgegriffen und hatten plötzlich eine klare Vorstellung vondiesem Album. Sie bündelte all unsere Ideen und zeigte uns den Weg. Der Planwar, uns auf große Metal-Hymnen zu konzentrieren. Jeder einzelne Track stehtfür sich selbst und strotzt nur so vor Dynamik. Das war im Grunde alles, waswir wollten.“

Um ihre hoch gesteckten Ziele zuerreichen, musste sich die Band so einigen Herausforderungen entgegen werfen.Gemeinsam nahm man noch einmal die Formationen unter die Lupe, die als früheEinflüsse dienten – Metallica, Pantera, Megadeth und Slayer – und beschäftigtesich auf der anderen Seite mit dem Schaffen von Iron Maiden, Ozzy Osbourne,Dio, Judas Priest, Black Sabbath und Rainbow. „Wir haben uns eine Mengeklassischer Alben angehört und uns inspirieren lassen“, fügt Paolo hinzu. „Unswar klar, dass wir in Sachen Songwriting noch eine ganze Schippe drauflegenmussten. Es reichte nicht aus, einfach nur Musik zu komponieren; wir wollteneine kompakte und in sich geschlossene Songsammlung machen – vom Anfang bis zumEnde. Denn genau das ist das Magische an diesen alten Platten.“

Gleichzeitig begann Matt nacheiner kurzen Einführung von Avenged Sevenfold-Shouter M. Shadows, regelmäßigenGesangsunterricht beim namhaften Vocal-Coach Ron Anderson zu nehmen. Der vielbeschäftigte Frontmann baute seinen überquellenden Stundenplan ausbrasilianischem Jiu-Jitsu-Training und Gitarrenunterricht mit vielen Dingenweiter aus, die seine kreative Weiterentwicklung befeuerten. Um den gewünschtenSound einzufangen, holte man sich Michael „Elvis“ Baskette (Slash, AlterBridge) als Producer und Mat Madiro an den Drums ins Boot, bevor man imFrühjahr 2015 das Studio enterte. „Als echter Metal-Head mit einem tollenGespür fürs Songwriting und die Produktion war Elvis die perfekte Wahl“, sagtMatt. „Innerhalb unserer Songs herrschte schon immer ein feines Gleichgewichtaus Melodie und technischer Versiertheit; er hat dies verinnerlicht und mitseiner Arbeit zum Wachstum beigetragen.“

Und auch in klanglicher Hinsichtbrach die Band mit früheren Gewohnheiten. Statt den Mix mit extremer Lautstärkeabzumischen, orientierte man sich diesmal an Alben wie „Back In Black“, aufdenen der Mix leiser ist und bei großen Lautstärken nicht verzerrt wird – eineTatsache, die man durch die Hilfe von Mischer Josh Wibur (Lamb Of God, Gojira)erkannte. „Wir wollten sichergehen, dass es nicht zu laut und komprimiertwürde, wie viele moderne Alben heute klingen“, so Paolo weiter. „Es sollteeinen kristallklaren Klang haben und alle verschiedenen Soundschichten solltenerhalten werden. Das hatten wir uns von diesen Klassikern abgeschaut. Sieklingen einfach rein und ursprünglich. Mit so einer großen und fettenProduktion klingen die Songs tatsächlich, wie sie klingen sollten. Man will siebeim Hören ganz automatisch lauter drehen!“

Nach dem kopfkinohaften,orchestralen Opener „Snofall“ (das von niemand Geringeren als dem legendärenEmperor-Kopf Ishahn aufgenommen wurde), feuert man auf „Silence In The Snow“mit messerscharfen Gitarren und einem dramatischen Refrain auf allen Zylindern.„Es ist eine Demonstration für alles Positive“, erklärt Matt. „Eine ArtSchlachtruf. Die Lyrics haben sich seit 2007 eigentlich kaum verändert. Damitfing alles an.“ Auf der anderen Seite fängt die erste Single „Until The WorldGoes Cold“ mit einem seltsamen Intro an, bevor der hämmernde Groove in einemüberlebensgroßen Chorus explodiert. „Es geht darin um die Opfer, die wirständig bringen“, so Matt weiter. „In einer Band zu sein, bedeutet nicht nur,seinen Beruf auszuüben und zu versuchen, musikalisch das Beste zu geben. Oftist man von seinen Lieben Zuhause getrennt; ist weit weg von den Dingen, dieeinem Geborgenheit geben und die einen zu dem machen, der man ist. Wenn mandiesem Traum hinterher jagt, kann man absolut vergessen, wonach man eigentlichsucht und eigentlich anfangen, aufzugeben. Man muss sich neu ausrichten undweitermachen, für das zu kämpfen, was man liebt und woran man glaubt.“

„Wir wollten einen Song machen,der zwar heavy war, aber eine langsamere Gangart hatte“, so Paolo. „So klingter sogar noch größer. Außerdem hat er eine starke Aussage.“ Auf „Pull Me FromThe Void“ präsentiert man sich von einer lebendigen Angriffslustigkeit. „Mansollte auch nach unerfüllbaren Träumen greifen und sich komplett dem widmen,was man liebt“, erklärt Matt weiter. „Was wäre der Punkt, wenn man es nichttäte? Ich wurde als 12-Jähriger zu dem inspiriert, was ich heute mache. Ichschaute Metallicas `Live Shit: Binge & Purge` und wollte unbedingt ihrLevel erreichen. Ich scheue mich nicht, das heute offen zuzugeben.“ Der Track„Blind Leading The Blind“ dagegen verbindet ein gefühlvolles Solo mit einemmitreißenden Höhepunkt, bevor man die Devise ausgibt: Save yourself. „Manchmalscheint es, als würden wir uns ständig nur von unserer hässlichsten Seitegeben. Ich hoffe immer, dass sich das vielleicht ändert. Ich sehe den Song alsWeckruf an die Leute, die Welt, in der sie leben, in Frage zu stellen. In Fragezu stellen, wie die Dinge heute liegen. Wie man andere Menschen behandelt undnicht nur nach der üblichen Norm zu leben oder wie es von ihnen erwartet wird.Es gibt definitiv bessere Wege, sein Leben zu leben.“

Schon im Jahr 2005 legten Triviummit ihrem zweiten Album „Ascendancy“ mit mittlerweile über 500.000 weltweitverkauften Einheiten den Grundstein ihres Erfolges. Mit denLongplay-Nachfolgern „The Crusade“ (2006) und „Shogun“ (2009) war man alsLive-Support für Größen von Black Sabbath bis Iron Maiden unterwegs und rocktedie Massen auf unzähligen internationalen Festivals wie dem britischen Downloadbis hin zum legendären Ozzfest. Mit dem 2011 releasten „In Waves“ verzeichnetedie Band ihren bis dato höchsten Chart-Entry auf Platz 13 der Billboard Top 200sowie auf einem sensationellen 1. Platz der Hard Rock-Charts. Alleine in derersten Verkaufswoche ging das Album über 22.000 Mal über die Ladentische. Das2013 folgende „Vengeance Falls“ stieg ebenfalls auf Anhieb in die Top 15 ein;2014 waren Trivium neben Avenged Sevenfold und Korn auf der Mainstage des berüchtigtenMayhem Festivals zu sehen. 2015 performen Trivium als Co-Headliner aufgemeinsamer Tour mit Tremonti sowie als Headliner des britischen BloodstockFestivals. Und nicht zuletzt darf man sich auf den Auftritt von Matt Heafy undCo. beim diesjährigen Knotfest freuen.

2015 legen Trivium ein Album vor,welches die Kraft besitzt, den ständigen Kreislauf der Inspiration weiter voranzu treiben. „Bei uns ging es schon immer um Weiterentwicklung“, bringt es Paoloauf den Punkt. „Wir haben nie nach irgend einer Checkliste gearbeitet, um eintypisches Trivium-Album zu machen. Wir hatten schon eine ganze Weile darübergesprochen, dieses Platte zu machen. Eine Platte, die uns definitiv noch weiterführen wird.“

„Oberflächlich betrachtet, hoffeich, dass unsere Fans beim Hören einfach eine geile Zeit haben“, schließt Mattab. „Für die, die tiefer graben, hoffe ich, dass sie Trost in unserer Musikfinden und dass sie unsere Texte inspirieren. Ich habe alles gesagt, was ichsagen wollte. All das findet man auf diesem Album.“

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